Die Verteidigung des Glaubens - so sollte man diesen Begriff übersetzen. Es geht um Sekten, Irrlehren etc.. Bitte dennoch sachlich bleiben!

Die Gabe der Prüfung

Beitragvon Janand am 27.06.2010 19:00

Vielen Christen unserer Zeit fehlt die Gabe der Prüfung. Kritiklos lassen sie alles auf sich wirken, was eine religiöse Aufmachung hat. Woher kommt das? Darf ich einige Gründe anführen?

    Die Gabe der Prüfung bekommt man nur, wenn man dauernd unter der Zucht und Leitung des Heiligen Geistes steht. Der Heilige Geist gibt oft auch ganz einfältigen Christen eine erstaunliche Klarheit und Weisheit über die religiösen Strömungen unserer Zeit. Der Geist bildet auch den Verstand. Der von Gott erleuchtete Verstand erkennt den Schwindel im religiösen Gewande. Er läßt sich durch große Worte und Versprechungen nicht blenden. Er kann Wahrheit und Lüge unterscheiden. Solche „Geistesmenschen“ lehnen die religiösen Irrtümer unserer Zeit mit aller Entscheidenheit ab. Menschen, die unter der Herrschaft des frommen Fleisches stehen, lassen sich leicht beeinflussen. Sie sind offen für jedem Irrtum.
    Nur wer in Gottes Wort gegründet ist, kann die gefährlichen Irrtümer erkennen, die in den religiösen Strömungen verborgen sind. Wir dürfen uns nicht durch biblische Zitate betören lassen. Die Versuchungsgeschichte zeigt uns, daß auch der Teufel die Schrift kennt. Aber er versteht es, Schriftworte zu verdrehen und falsch anzuwenden. Die Schriften der Sektierer und Irrlehrer sind häufig mit Bibelstellen durchtränkt, um den Beweis für die Wahrheit ihrer Behauptungen zu erbringen. Schwache Seelen lassen sich dann leicht überzeugen. Wir müssen es lernen, die Schrift im Zusammenhang zu lesen und zu verstehen. Wenn eine Lehre mit klaren Stellen der Schrift nicht übereinstimmt, so ist die Auslegung falsch und muß entschieden abgewiesen werden.
    Um ein gesundes Urteil über eine religiöse Bewegung zu bekommen, muß man die Lehren prüfen, wie sie zu Sünde und Gnade stehen. Sünde und Gnade sind die beiden Grundwahrheiten der Bibel. Wo die Sünde nicht als Sünde erkannt wird, ist auch die Gnade überflüssig. Alle Systeme, die eine verkehrte Stellung zur Sünde einnehmen, haben kein Verständnis für das herrliche Evangelium von der Gnade Gottes in Christus. Da wird aus dem Evangelium ein Gesetz gemacht. Der natürliche Mensch ist ein Katholik. Er möchte lieber die schwersten Konzentrationsübungen durchmachen als an die Gnade glauben. „Was soll ich tun, daß ich selig werde?“ Diese Frage ist immer noch zeitgemäß. Man ist bereit, alles zu tun, aber man will nicht an die Gnade glauben. Nichts demütigt den natürlichen Menschen so als die Botschaft von der Gnade. Wir müssen es mit Paulus und Luther wieder lernen, den Menschen unserer Zeit zu sagen: „Wir werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, so durch Christus Jesus geschehen ist. (Römer 3,24).
    Um eine religiöse Strömung unserer Zeit auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen, müssen wir das Zentrum aufsuchen und nicht bei peripherischen Lehren stehenbleiben. Was ist der Hauptgedanke der Bewegung? Was ist der Mittelpunkt ihrer Verkündigung? Welche Ziele verfolgt sie? Der Stern und Kern der ganzen Bibel ist Christus. Das Ziel der ganzen Bibel ist, Menschen in Gemeinschaft mit Gott durch Christus zu bringen. Welche Stellung nimmt eine religiöse Bewegung zu Christus ein? Was hat sie für ein Christusbild? Ist der ewige Gottessohn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten am Kreuz auf Golgatha für unsere Sünden, leibhaftig von den Toten erstanden, im Mittelpunkt, oder ist es ein Christus, der sich nicht mit dem biblischen Christusbild deckt? Vielen Christen unserer Zeit könnte man das Wort des Paulus an die Galater zurufen: „Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden laßt von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem anderen Evangelium, so doch kein anderes ist, außer, daß etliche sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren. Aer so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, denn das wir euch gepredigt haben, der sei verflucht!“ (Gal. 1,6-8)

Quelle: Der Gärtner, 1925
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Re: Die Gabe der Prüfung

Beitragvon oneof2 am 27.06.2010 22:50

Ein passendes Wort, das wahrscheinlich auch am letzten Tag dieser Welt hochaktuell sein wird.

Ich finde den dritten Absatz sehr aktuell. In vielen Gesprächen, Vergangenheit wie Gegenwart, erkenne ich genau die beschriebene Situation. Man/Frau will unbedingt was für die Gnade tun. Verstehen kann ich diesen Ansatz gut.
Davon mal abgesehen, dass Menschen in dieser Sache gern religiöse Übungen veranstalten, weil sie das Gefühl (auch wenn es Selbstbetrug ist) bekommen, etwas getan zu haben, um sich diese Gnade verdient zu haben. Das man das NICHT kann, ist oft nicht so recht im Herzen und im Kopf angekommen. Leider führt es dazu, das jene ihr Verständnis von „wie lebe ich meinen Glauben“, an andere Menschen weiterreichen. Gnade zu begreifen ist schwer. Weil sie so „unglaublich“ ist. Aber so ist Gnade. Immer umsonst.

Und dieses „umsonst“ ist in unserer Gesellschaft leider mit einem ganz schlechten Beigeschmack versehen. „Was nichts kostet, ist auch nichts wert“. In vielen Bereichen stimmt das ganz bestimmt. Nur bei der Gnade ist es genau richtig so. Sie wird verschenkt. So, wie wir Menschen beschenken, weil wir sie gern haben. Der Beschenkte empfängt. Umsonst. Er darf sich freuen und begreift mit dem Geschenk, dass der Geber es gut mit ihm meint.

Und wer es genau wissen möchte, warum Gnade letztlich so wertvoll ist: Es hat Gott seinen Sohn gekostet. Unbezahlbar. Ein Geschenk, das so wertvoll ist, das man es sich als Mensch gar nicht verdienen kann. Man kann es nur geschenkt bekommen.

So was, das versteht man tatsächlich nur, wenn man mit dem Geist Gottes verbunden ist und von ihm Erkenntnis (ebenfalls geschenkt) bekommt. Sich mit dem Wort zu beschäftigen ist dazu unumgänglich. Da steht alles.


PS: Hast du die „10 Gebote“ mal angeschaut?
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Re: Die Gabe der Prüfung

Beitragvon StefanK am 28.06.2010 09:00

Hallo,
die Gabe der Prüfung? Ist mir für den ersten Schritt zu "fromm". Die Fähigkeit zum kritischen Denken und Hinterfragen ist es zunächst einmal, die gefragt ist. Und diese gibt es bei Christen wie Nichtchristen. Sie wird von den Eltern und nicht zuletzt in der Schule vermittelt. Wer blind Autoritäten glaubt, dem nützt auch die "Gabe der Prüfung" nichts.
Nur wer in Gottes Wort gegründet ist
anders ausgedrückt: Ein Mindestmaß an Sachkenntnis ist zum Prüfen und Beurteilen von Nöten. Und das betrifft nicht nur Bibel(er)kenntnis, sondern darüber hinaus Verständnis von Zusammenhängen, Hintergründen, Entstehungsprozessen usw.
Der natürliche Mensch ist ein Katholik. Er möchte lieber die schwersten Konzentrationsübungen durchmachen als an die Gnade glauben.
Mit verlaub: Das ist ja wohl der größte Blödsinn!!! :wand: :wand: :wand: Weder sachlich richtig (der Mann hat von katholischen Christen wohl keine Ahnung; Achtung: mangelnde Sachkenntnis!!!! Da nützt auch die Gabe der Prüfung auch nichts.), noch faktisch. Schließlich ist nur jeder dritte Bundesbürger katholisch. Der Logik des namenlosen Autors zufolge wären also 2/3 der Deutschen nicht natürliche Menschen, demnach also Wiedergeborene (oder gibt es noch eine dritte Kategorie?). Das war 1925 auch nicht wirklich anders.
Ansonsten gibt er Verfasser eigentlich nur Selbstverständlichkeiten von sich. Worauf will er hinaus? Er bestärkt diejenigen, die seiner geistlichen oder konfessionellen "Richtung" angehören und seinen Gedanken zustimmen, dass sie
„Geistesmenschen“ [sind], die die religiösen Irrtümer unserer Zeit mit aller Entscheidenheit ab[lehnen].
Schön, wir, d.h. der geneigte Leser und der Verfasser sind die vom Heiligen Geist erfüllten und mit der Gabe der Prüfung ausgerüsteten guten Christen, die anderen stehen unter der "Herrschaft des frommen Fleisches", sind im schlimmstenfall gar "Katholiken".
Und diejenigen, die nicht zur Fraktion des Verfassers und der Zeitschrift gehören (vielleicht Pfingstler, Landeskirchler, wer noch? Ach ja, "Katholiken") werden sich schon aufgrund der herabsetzenden Ausgrenzung den Schuh nicht anziehen. Zu einem gemeinsamen Nachdenken, hören auf Gott und konstruktiven Gespräch (worüber der Autor genau sprechen will, sagt er ja leider nicht, er belässt es bei Gemeinplätzen) wird so etwas kaum führen.
Um eine religiöse Strömung unserer Zeit auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen, müssen wir das Zentrum aufsuchen und nicht bei peripherischen Lehren stehenbleiben. Was ist der Hauptgedanke der Bewegung? Was ist der Mittelpunkt ihrer Verkündigung? Welche Ziele verfolgt sie? Der Stern und Kern der ganzen Bibel ist Christus. Das Ziel der ganzen Bibel ist, Menschen in Gemeinschaft mit Gott durch Christus zu bringen.
Ich bin mir sicher, bis vielleicht auf die Zeugen Jehovas wird jede christliche Gemeinschaft von der extremsten Pfingstgemeinde bis zu den exklusiven Brüdern, von der liberalsten homophilen anglikanischen Kirche bis zu den Pius-Tradis diesen Sätzen zustimmen.
Ist der ewige Gottessohn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten am Kreuz auf Golgatha für unsere Sünden, leibhaftig von den Toten erstanden, im Mittelpunkt
Jede Gemeinde, die das Apostolikum anerkennt und betet, wird dem zustimmen. Interessant wird es doch erst, wenn man anfängt zu fragen, was solche Sätze denn für den Glauben der Christen und der jeweiligen Gemeinde bedeuten. Aber da müsste man dann konkret werden. Dieses "konkret werden" beinhaltet dann aber viel Mühe, man muss sich mit den Gedanken der anderen auseinandersetzen, verstehen lernen und auch bereit sein, sich selbst in Frage stellen zu lassen. Von einer solchen Bereitschaft ist bei dem Verfasser aber nichts zu erkennen.
Solche Artikel dienen nur der Selbstvergewisserung der eigenen Gruppe und der Abwehr neuer (vielleicht gar nicht einmal so ungeistlicher) Entwicklungen.

Gruß
Stefan
Macht euch keine Sorgen, denn die Freude am HERRN umgibt euch wie eine schützende Mauer. (Neh 8,10)
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Re: Die Gabe der Prüfung

Beitragvon Janand am 30.06.2010 19:31

Hallo Stefan,

Deine Kritik am Begriff "katholisch" ist für mich nachvollziehbar - ganz unpassend finde ich ihn in diesem Artikel dennoch nicht. Du schreibst ja selber davon, dass der Text aus dem Jahr 1925 ist - also weit vor dem Vaticanum II. Und wenn Du Dir ansiehst, was die römisch-katholische Kirche damals lehrte (und dazu gehörte - und gehört teilweise sogar noch heute - die Gerechtigkeit durch Werke), dann musst Du als objektiver Leser an dieser Stelle zugeben, dass er für seine Zeitverhältnisse recht hatte. Dass die römisch-katholische Kirche mittlerweile eine Fortentwicklung durchgemacht hat, spreche ich ihr nicht aus.

Aus Deinem Blickwinkel heraus verstehe ich auch, dass Du danach jede Aussage überspitzt - wenn mir ein Autor gleich am Anfang querkommt, geht es mir nicht viel anders. Vielleicht aber machst Du Dir doch noch mal die Mühe und versuchst, den Text "objektiver" zu lesen :-)

Gruß,
Andreas
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Re: Die Gabe der Prüfung

Beitragvon StefanK am 01.07.2010 21:16

Hallo Andreas,
natürlich habe ich etwas überspitzt reagiert, aber nicht ohne Grund. Die beiläufige Bemerkung in dem Text ist nach meiner Erfahrung in keiner Weise zeitbedingt. Wir hatten hier im Forum ja vor einiger Zeit solche Vertreter eines Protestantismus, der diesem Satz unumschränkt zustimmen würde (ohne wie Du das Vatikanum II positiv zu berücksichtigen). Schau Dir die einschlägigen Bücher des CLV oder auf betanien.de an. Und da ich aus tiefer Überzeugung und aus eigenem Wissen heraus sagen kann, dass solche Bemerkungen zumindest in hohem Grade undifferenziert und teilweise sachlich schlicht falsch sind, ärgern sie mich. Ich will jetzt nicht darüber reden, wie sich ggf. das katholische Verständnis der guten Werke vor und nach dem Vatikanum II geändert hat (ich bin kein Kirchenhistoriker und Dogmatiker), aber ich zitiere nur einen Artikel aus dem Trienter Konzil (1545-1563)
Wer sagt, der Mensch könne durch seine Werke, die durch die Kräfte der menschlichen Natur oder vermittels der Lehre des Gesetzes getan werden, ohne die göttliche Gnade durch Christus Jesus vor Gott gerechtfertigt werden: der sei mit dem Anathema belegt.

Hiergegen aus dem von Dir zitierten Text:
Der natürliche Mensch ist ein Katholik. Er möchte lieber die schwersten Konzentrationsübungen durchmachen als an die Gnade glauben.

Wie gesagt, ich will jetzt gar nicht über die katholische Rechtfertigungslehre streiten, ich weise nur darauf hin, dass auch 1925 die Aussage des Textes bezüglich der Katholiken schlicht und ergreifend so, wie sie da steht, falsch ist.

So, auf dieser Basis und sine ira et studio stelle ich mir dann doch die Frage, wie ich die Aussagen des Verfassers bewerten soll:
Die Gabe der Prüfung bekommt man nur, wenn man dauernd unter der Zucht und Leitung des Heiligen Geistes steht. … Der Geist bildet auch den Verstand. Der von Gott erleuchtete Verstand erkennt den Schwindel im religiösen Gewande. … Er kann Wahrheit und Lüge unterscheiden. … Um eine religiöse Strömung unserer Zeit auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen, müssen wir das Zentrum aufsuchen

Wie geistgeleitet war denn nun der Verfasser, wenn er eine definitiv falsche Aussage lapidar, ohne Einschränkung, ohne Differenzierung oder Erörterung in seinen Text einfließen lässt? Immerhin ist der Katholizismus das einzige konkrete Beispiel, das er in seinem sonst völlig allgemein gehaltenen Text anspricht. Offenbar ist er nicht in der Lage, einen Sachverhalt korrekt darzustellen, wie will er dann Wahrheit von Lüge unterscheiden?

Wie ich schon sagte, ist der Artikel so allgemein gehalten, dass eigentlich jeder, ich eingeschlossen, ihn unterschreiben kann. Ich habe mich gefragt, welches denn die "religiöse Strömung unserer Zeit" waren, die der Verfasser als gefährlich irreführend betrachtet hat? Wahrscheinlich ist der Text, den Du zitiert hast, Andreas, nur ein Ausschnitt. Aber dem Autor scheint es wohl auch nicht um eine konkrete Strömung gegangen zu sein. Die Erwähnung der Katholiken ist ja kaum als Hinweis zu verstehen, dass sich eine nenneswerte Zahl aus dem freikirchlichen Bereich dem katholischen Christentum zugewandt hat. Vielmehr hat die beiläufige Bemerkung die Funktion, beim Leser Zustimmung und Identifikation mit dem Verfasser herzustellen, denn ich denke, in diesem Punkt herrschte Einigkeit. (Und wegen dieser Einigkeit dürfte auch niemand auf die Idee gekommen sein, den Wahrheitsgehalt der Aussage mal zu hinterfragen. Warum auch?)
Was soll also der ganze Text? Der Schlüssel, besser gesagt, der Schlüssel, den ich meine gefunden zu haben, liegt in diesem Satz:
Schwache Seelen lassen sich dann leicht überzeugen.

Offenbar sind Mitglieder der freien Gemeinden offen für andere gemeindliche Strömungen, es sind schwache Seelen, die sich aus Sicht des Verfassers allzuleicht von den Grundlagen der FeGs entfremden lassen. Diesen möchte er klar machen, dass man a) genau prüfen muss, was und wem man etwas glaubt und b) hierzu die Gabe der Prüfung haben muss. Der Verfasser nimmt für sich zweifelsohne diese Gabe in Anspruch, so dass der geneigte Leser zu dem Schluss kommen muss, dass andere Christen, die andere Auffassungen (worum auch immer es konkret gehen mag?) als er vertreten (mögen sie dies noch so sehr mit der Schrift begründen), diese Gabe nicht besitzen. Und wenn der geneigte Leser sich selbst nicht sicher ist, ob er diese Gabe und die entsprechende Schriftkenntnis besitzt, wird er zweifellos bereitwillig dem Autor glauben.

Was also soll der Text? Er soll ganz einfach die eigenen Reihen schließen, die Identifikation der Leser mit dem Verfasser und den Herausgebern der Zeitschrift, letztlich mit der Leitung der FeG verstärken.
Was er inhaltlich sagt, ist ja völlig in Ordnung, seinen Maßstab für rechte Lehre entnimmt er ja größtenteils dem Apostolikum. Alles andere, was da mitschwingt und von Frank ja auch zurecht angesprochen wurde ("Man/Frau will unbedingt was für die Gnade tun. Verstehen kann ich diesen Ansatz gut."), ist m. E. ein seelsorgerisches Problem, kein lehrmäßiges. Anders gesagt: Jemandem, der etwas für die Gnade tun will, muss man helfen, etwas aus Gnade zu tun. Umgekehrt darf man nicht in die Falle laufen und sofort unterstellen, dass es gegen die Gnade gerichtet sei, wenn jemand etwas tut.

Ich hoffe, mein erster Beitrag ist jetzt etwas nachvollziehbarer geworden.

Gruß
Stefan
Macht euch keine Sorgen, denn die Freude am HERRN umgibt euch wie eine schützende Mauer. (Neh 8,10)
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